Im Märzen der Bauer Noten für Boomwhackers

Das Lied „Im Märzen der Bauer“ ist eigentlich kein reines Frühlingslied, es ist eher ein Ganzjahreslied. Der Frühling nimmt aber den Großteil des Textes ein während Sommer, Herbst und Winter in einer Strophe verarbeitet werden. Um das fröhliche Lied auf den Boomwhackers zu spielen, haben wir es zu F-Dur transponiert. Auch wenn die Melodie gesungen oder mit einem anderen Instrument gespielt wird, wird hier der Ton b (Bb) benötigt. Dafür ist dann ein Chromatisches Set oder die Chromatische Erweiterung erforderlich.

Für die Begleitstimmen empfehlen wir den Einsatz Bassröhren oder Oktavkappen, das klingt einfach voller und stimmiger. Das Cajon spielt einen einfachen Walzerrhythmus, zwar wäre die Variante mit zwei Basstönen und einem Slap auf die drei der Melodie zuträglicher, wir wollten aber explizit den Walzer Tanzrhythmus herausstellen um die Fröhlichkeit zu unterstreichen.

Im Märzen der Bauer Noten Vorschau

Im Märzen der Bauer Text

Im Märzen der Bauer die Rößlein einspannt.
Er pfleget und pflanzet all’ Bäume und Land.
Er ackert, er egget, er pflüget und sät,
und regt seine Hände gar früh und noch spät.

Den Rechen, den Spaten, die nimmt er zur Hand
und setzet die Wiesen in ebenen Stand;
auch pfropft er die Bäume mit edlerem Reis’
und spart weder Arbeit, noch Mühe, noch Fleiß.

So geht unter Arbeit das Frühjahr vorbei,
dann erntet der Bauer das duftende Heu;
er mäht das Getreide, dann drischt er es aus:
im Winter, da gibt es manch fröhlichen Schmaus.

Informationen zum Frühlingslied „Im Märzen der Bauer“

Das Lied hat laut der ersten Veröffentlichungen seinen Ursprung in Nordmähren. Sowohl Text als auch Melodie gehen auf das Kalenderlied „So hasset die Sorgen“ zurück, dieses Lied war in den deutschsprachigen Regionen der österreich-ungarischen Monarchie sehr weit verbreitet und ist auch schon eine überlieferte Weise gewesen deren Ursprung nicht eindeutig geklärt ist.

Nachdem was heute bekannt ist wurde das Lied „Im Märzen der Bauer“ unter dem Namen „Bauernlied“ erstmals im Jahr 1905 von Josef Pommer herausgegeben. Damals noch mit vier Strophen. Die heute bekannte Fassung mit drei Strophen wurde von Walther Hensel bearbeitet und 1923 in der Liedersammlung „Das Aufrecht Fähnlein“ ebenfalls unter dem Namen „Bauernlied“ veröffentlicht. Die große Popularität verdankt das Lied der musikalischen Jugendbewegung Anfang des 20. Jahrhunderts. Weitere Informationen und Quellen finden Sie bei unseren weiterführenden Links.

Auf den meisten Seiten und auch auf Wikipedia wird das Lied als vereinfachte und idealisierte Darstellung des Landlebens beschrieben. Wie man darauf kommt kann ich mir nur durch die fröhliche und eingängige Melodie erklären. Wir haben den Text auf eine ähnliche Melodie, die allerdings einen starken Mollcharakter hatte, gelegt und diesen mit Kindern gesungen denen das Lied nicht geläufig war. Das Ergebnis war, die Kinder haben genau das erkannt was das Lied aussagen will. Es ist harte Arbeit, von früh bis Spät, und auch die Angestellten dürfen nicht ruhen. Das Frühjahr steckt voll Arbeit, der Sommer aber auch. Um sich im Winter vielleicht für ein paar Tage etwas Ruhe zu gönnen.

Das Lied idealisiert nicht es schildert die Arbeit wie sie ist. Ständig ohne Unterlass und wenn man gut gearbeitet hat, erntet man die Früchte. Das die Bauern dabei ein Lied singen ist völlig unerheblich, ich finde es unterstreicht eher noch die Wichtigkeit der Arbeitsmoral. Würde man so ein Lied über manch einen der sogenannten „Trendberufe“ heute schreiben, so wäre wohl die Hälfte des Textes mit Worten wie „Meeting und Kaffee trinken“ belegt. Aber es ist wie so häufig, irgendeiner schreibt etwas und alle anderen schreiben fröhlich in anderen Worten voneinander ab.

Das Lied vermittelt Werte, nicht mehr nicht weniger. Es ist nicht das gleiche wie „Schaffe, schaffe, Häusle bauen“ sondern eher in Richtung „Erst die Arbeit dann das Vergnügen“. Werte die in vielen Generationen Bestand hatten und haben. Aber leider immer mehr in Vergessenheit geraten. Es ist sinnvoll solche Lieder wie „Im Märzen der Bauer“ auch heute noch regelmäßig in Kitas und Grundschulen zu verwenden. Es soll ja nicht jeder Landwirt werden, zumal auch das Leben eines Landwirtes nicht mehr viel mit dem Text gemein hat, das Grundprinzip das hinter diesem Lied steckt ist aber sehr wertvoll und erhaltenswert. „Ohne Fleiß kein Preis“ ganz ohne „Beschönigung“ oder „Idealisierung“.

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